

Entspannt in der Bräurosl
von Bernd Müller
Einige Unentwegte waren bereits um 8:00 Uhr, eine Stunde vor Öffnung, vor dem Zelt, um sich einen der begehrten Tische zu sichern. Derart frühes Aufstehen schien durchaus angeraten, waren doch im vergangenen Jahr die Türen bereits kurz nach 9:00 Uhr wegen Überfüllung geschlossen. Doch die Erfahrungen der Vergangenheit schienen heuer viele abgeschreckt zu haben und so war bis Mittag problemlos Einlass ins Zelt zu finden. Weniger Andrang als in den Vorjahren auch auf dem Balkon, wo der Münchner Löwen-Club (MLC) traditionell sein internationales Fetischtreffen feierte. Nachdem 2007 die rund 600 Tickets innerhalb eines halben Tages verkauft waren, hatte Clubsekretär Thorsten Knebel am Nachmittag sogar noch zwei Pakete im Angebot. Hauptgrund war wohl der stattliche Preis von 85 Euro, der vor allem der neuen Reservierungspolitik der Wirtefamilie Heide geschuldet war: In diesem Jahr musste zum ersten Mal eine Früh- oder eine Spätschicht reserviert werden. Wer den ganzen Sonntag feiern wollte, musste folglich doppelt bezahlen. Dennoch hielt der Bräurosl-Sonntag, was er seit Jahren verspricht: Ein prall gefülltes Zelt in schwul-lesbischer Hand, eine ausgelassene Atmosphäre und beste (durch Alkohol und Blasmusik aufgeheizte) Flirt-Stimmung.
Mehr zur Wiesn lest ihr in den nächsten Tagen hier und in unserer Print-Ausgabe.























